{"id":268,"date":"2015-12-01T15:10:03","date_gmt":"2015-12-01T14:10:03","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.dlv-pferd.de\/?p=268"},"modified":"2025-01-27T11:07:09","modified_gmt":"2025-01-27T11:07:09","slug":"bodenarbeit-mit-pferden-eine-auseinandersetzung-mit-horsemanship","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlv-pferd.de\/?p=268","title":{"rendered":"BODENARBEIT MIT PFERDEN &#8211; EINE AUSEINANDERSETZUNG MIT HORSEMANSHIP"},"content":{"rendered":"<p><strong>Heute m\u00f6chten wir auf die verschiedenen M\u00f6glichkeiten mit einem Pferd am Boden aus zu arbeiten, eingehen. Grunds\u00e4tzlich stellt Bodenarbeit einen guten Ausgleich f\u00fcr alle Reiter und Pferde in jeglichen Disziplinen dar. Es geht eben nicht mehr nur um das hin und her und raus und rein. Der Gro\u00dfteil der Reiter will sich intensiver mit seinen Vierbeinern besch\u00e4ftigen, es verstehen und kommunizieren. Die Sprache der Pferde wird von allerlei Trainern, Pferdefl\u00fcsterern und Coaches neu interpretiert und verstanden. Diese Trainer bilden wiederum neue Trainer aus, stampfen Promotion-Touren aus dem Boden und vermarkten sich mit einwandfreien Merchandising. Doch was steckt dahinter? Wir wollen mal wieder hinterfragen, kritisch sein und unseren Blick offen halten:<\/strong><\/p>\n<h4>WAS SIND HORSEMAN?<\/h4>\n<p>Horseman sind eben solche Menschen, die um die Sprache der Pferde wissen. Horsemanship&nbsp;beschreibt in erster Linie die Kunst mit&nbsp;Pferden nat\u00fcrlich, das hei\u00dft pferdegerecht umzugehen, aber dabei die eigene F\u00fchrungskompetenz zu wahren. Dabei soll auf Hilfsmittel, die den Pferden Angst oder Schmerzen zuf\u00fcgen, verzichtet werden. Horseman haben verstanden, dass Pferde nicht durch Furcht oder Schmerzen lernen, sondern durch Druck und entsprechendem Nachgeben auf Druck. Vor allem wird aber auch das gegenseitige Dominieren von Pferden in einem Herdenverband als Methode des Horsemanship genutzt.<\/p>\n<h4>HORSEMANSHIP NACH | MONTY ROBERTS<\/h4>\n<p><em>Stichworte: Dominanz &#8211; Respekt &#8211;&nbsp;Flucht<\/em><\/p>\n<p>Monty Roberts Arbeit basiert auf dem Erlernen der&nbsp;K\u00f6rpersprache (Equus) der Pferde. Monty Roberts stellt den Menschen auf die Raubtier-Ebene und das Pferd auf die Beutetier-Ebene. Er nutzt die nat\u00fcrliche Fluchtreaktion der Pferde als Basis f\u00fcr seine Join-Up-Technik. Das Pferd befindet sich beim Join-Up am Fluchtende, m\u00f6chte \u00fcberleben und sich fortpflanzen, gibt auf. Wie von Zauberhand folgt das nun vorher gefl\u00fcchtete, wilde Tier, freiwillig Monty Roberts im Roundpen. Ab diesem Zeitpunkt akzeptiert es S\u00e4ttel, Pferdeh\u00e4nger, Planen usw.<\/p>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/-V8fXnjOxI8\" width=\"420\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Monty Roberts ger\u00e4t immer wieder in die Kritik, da die Freiwilligkeit des Folgens fragw\u00fcrdig ist und bleibt.&nbsp;Hat das Pferd eine Wahl, wenn es im Roundpen Runde um Runde getrieben wird, bis es erste Anzeichen von Unterwerfung zeigt? Ist es dann Vertrauen und Respekt? Oder ist es Unterordnung, gar Unterdr\u00fcckung? Im Prinzip hat das Pferd keine andere Wahl, als letztendlich zur Mitte zu kommen und den Anordnungen Folge zu leisten. Jeder Versuch auszubrechen, oder sich eben nicht zu unterwerfen w\u00fcrde weiteres Antreiben zur Folge haben.<\/p>\n<h4>HORSEMANSHIP NACH&nbsp;| KFH&nbsp;HEMPFLING<\/h4>\n<p><em>Stichworte: Bewusstsein &#8211; Ausgeglichenheit &#8211;&nbsp;Spiritualit\u00e4t<\/em><\/p>\n<p>Klaus Ferdinand Hempfling verbindet seine F\u00e4higkeit des Horsemanship weitestgehend mit Spiritualit\u00e4t, innerer Ruhe und Frieden. Er fordert die &#8222;verspielte Wildheit&#8220; eines jeden Pferdes heraus. Hempfling m\u00f6chte Ausdruck, Eleganz und Sch\u00f6nheit der Pferde zum Vorschein bringen, &#8222;tanzt&#8220; mit ihnen, ist frei und ungezwungen. Er stellt Mensch und Pferd nicht auf die gleiche Ebene, eher unabh\u00e4ngig voneinander. Der Mensch \u00fcbernimmt nicht die Rolle eines Raubtieres, aber auch nicht die Rolle eines Pferdes. Der Mensch bleibt in seinem Ganzen erhalten und ist das Werkzeug, um den Ausdruck und die Pr\u00e4senz des Pferdes zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Es gibt beeindruckende Videos, die dieses Schauspiel verk\u00f6rpern:<\/p>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/zri-9r1aSkA\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Hier beeindruckt vor allem die offensichtlich totale &#8222;Freiarbeit&#8220; mit dem Pferd. W\u00e4hrend Monty Roberts Bauz\u00e4une setzt, folgen diese Pferde Hempfling wohl freiwillig. In seinem Buch &#8222;Nicht du suchst das Pferd, das Pferd sucht dich&#8220; beschreibt er seinen &#8222;eigenen Join Up&#8220;. Das Pferd soll immer die Wahl haben, beim Menschen sein zu wollen und das nicht nur, weil ihm alles andere verg\u00e4llt wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.dlv-pferd.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Datei-01.12.15-12-02-122.jpeg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/blog.dlv-pferd.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Datei-01.12.15-12-02-122-240x320.jpeg\" alt=\"Horsemanship Hempfling\"><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hempfling bietet Kurse an, bei denen man mit Hilfe des Spiegels Pferd die&nbsp;eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen erkennen soll. Hempfling ger\u00e4t immer mehr in das Licht einer Sekte. <a href=\"http:\/\/www.claudia-sanders.de\/2003\/01\/01\/klaus-ferdinand-hempfling\/\">Gruselige Berichte <\/a>von Kursteilnehmern beschreiben einen Verschw\u00f6rungstheoretiker, welcher eine neue Ordnung haben will und sich stark auf das alte Testament beruft. Er glaubt auserw\u00e4hlt zu sein, um das Volk um sich zu scharren. Sein System&nbsp;ist totalit\u00e4r, wer sich ihm anschlie\u00dft, ist ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Viele Ehemalige sind finanziell gesch\u00e4digt und fassungslos, was ihnen wiederfahren ist.<\/p>\n<h4>HORSEMANSHIP NACH&nbsp;| PAT PARELLI<\/h4>\n<p><em>Spa\u00df &#8211;&nbsp;Erziehung &#8211; Druck<\/em><\/p>\n<p>Die Trainingsmethode nach Pat Parelli ist laut seiner Webseite wortw\u00f6rtlich ein &#8222;Menschen-Trainings-Programm&#8220; mit der Fokussierung, die Kommunikation und das Verhalten der Pferde zu verstehen und sich anzueignen. Das Pat Parelli Programm umfasst vier&nbsp;Entwicklungsbereiche, in denen die eigenen menschlichen F\u00e4higkeiten gepr\u00fcft werden. Die Grundsteine sind die st\u00e4ndige Selbstverbesserung und die Erkenntnis, dass Horsemanship und die Reitkunst ein lebenslanges Lernen und Verfolgen fordert. Sein Trainingsprinzip basiert darauf, dass sich Menschen das Verhalten der&nbsp;Pferde aneignen und stetig verbessern&nbsp;sollen.<\/p>\n<p>Seine Kurse f\u00f6rdern mit Hilfe der non-verbalen Kommunikation der Pferde, die F\u00e4higkeit, Probleme besser zu verstehen und zu l\u00f6sen. Ziel ist es dabei, dass sich Menschen dem Verhalten der Pferde anpassen. &nbsp;Parelli nutzt positive Verst\u00e4rkung durch Pausen nach der gew\u00fcnschten Reaktion des Pferdes. Die Erh\u00f6hung des Drucks ist dabei in Phasen geteilt. Grundlage daf\u00fcr sind die sogenannten &#8222;7 Spiele&#8220;, die wohl eine Stute mit Ihrem Fohlen t\u00e4glich durchf\u00fchrt.<\/p>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/MudT3viHABA\" width=\"420\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kritiken gibt es auch zu diesem Horsemanship-Trainer. Seine Frau Linda Parelli gelangte wegen eines absurden Youtube-Videos, in dem Sie ein Pferd ganz offensichtlich Schmerzen zuf\u00fchrte, stark in die Kritik.<\/p>\n<p>Auch das Gleichstellen des Menschen mit dem Pferd und die &#8222;Verspielung&#8220; der Kommunikationsmittel der Pferde sind fragw\u00fcrdig.<\/p>\n<hr>\n<p>Was soll also geglaubt werden? Ein erster wichtiger und richtiger Schritt ist, sich mit dem Thema und den jeweiligen Trainern konsequent auseinander zu setzen. Jedes Pferd ist anders, mit seiner eigenen Geschichte, mit eigenem Charakter und Erfahrungen. Jeder Reiter und Pferdebesitzer ist anders. Jeder, auch Pferde, kommunizieren anders, manche mit mehr Druck, mache mit weniger. Es kann nicht richtig sein, einem einzigen System zu folgen und jemanden zu glauben, der die eigene Person, geschweige denn, das eigene Pferd nicht kennt.<\/p>\n<p>Der Mittelweg ist in diesem Sinne alles zu hinterfragen und sich das heraus zu nehmen, was zur Person und dem zugeh\u00f6rigen Pferd passt, schlie\u00dflich kennt es doch niemand besser als der Besitzer, oder? Der richtige Umgang, die richtige Ausbildung des Pferdes, ist bestimmt durch eine Vielzahl an Faktoren. Diese sind bei jedem Reiter und Pferdebesitzer derart unterschiedlich, dass sie sich nicht in eine festgelegte Trainingsroute packen lassen: Haltung, F\u00fctterung, Ausr\u00fcstung und Ausbildung des Reiters sind nur einige Einfl\u00fcsse, die sich auf das&nbsp;Verhalten und den Umgang&nbsp;mit dem Pferd auswirken.<\/p>\n<p>Wer mit seinem Pferd Bodenarbeit machen&nbsp;m\u00f6chte, sollte sich der einspielenden Faktoren erst bewusst sein und dann nicht aufh\u00f6ren Trainingsprinzipien, festgelegte Anleitungen und Trainer zu hinterfragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute m\u00f6chten wir auf die verschiedenen M\u00f6glichkeiten mit einem Pferd am Boden aus zu arbeiten, eingehen. Grunds\u00e4tzlich stellt Bodenarbeit einen guten Ausgleich f\u00fcr alle Reiter und Pferde in jeglichen Disziplinen dar. Es geht eben nicht mehr nur um das hin und her und raus und rein. Der Gro\u00dfteil der Reiter will sich intensiver mit seinen Vierbeinern besch\u00e4ftigen, es verstehen und kommunizieren. Die Sprache der Pferde wird von allerlei Trainern, Pferdefl\u00fcsterern und Coaches neu interpretiert und verstanden. Diese Trainer bilden wiederum neue Trainer aus, stampfen Promotion-Touren aus dem Boden und vermarkten sich mit einwandfreien Merchandising. Doch was steckt dahinter? Wir wollen mal wieder hinterfragen, kritisch sein und unseren Blick offen halten: WAS SIND HORSEMAN? Horseman sind eben solche Menschen, die um die Sprache der Pferde wissen. Horsemanship&nbsp;beschreibt in erster Linie die Kunst mit&nbsp;Pferden nat\u00fcrlich, das hei\u00dft pferdegerecht umzugehen, aber dabei die eigene F\u00fchrungskompetenz zu wahren. Dabei soll auf Hilfsmittel, die den Pferden Angst oder Schmerzen zuf\u00fcgen, verzichtet werden. Horseman haben verstanden, dass Pferde nicht durch Furcht oder Schmerzen lernen, sondern durch Druck und entsprechendem Nachgeben auf Druck. Vor allem wird aber auch das gegenseitige Dominieren von Pferden in einem Herdenverband als Methode des Horsemanship genutzt. HORSEMANSHIP NACH | MONTY ROBERTS Stichworte: Dominanz &#8211; Respekt &#8211;&nbsp;Flucht Monty Roberts Arbeit basiert auf dem Erlernen der&nbsp;K\u00f6rpersprache (Equus) der Pferde. Monty Roberts stellt den Menschen auf die Raubtier-Ebene und das Pferd auf die Beutetier-Ebene. Er nutzt die nat\u00fcrliche Fluchtreaktion der Pferde als Basis f\u00fcr seine Join-Up-Technik. Das Pferd befindet sich beim Join-Up am Fluchtende, m\u00f6chte \u00fcberleben und sich fortpflanzen, gibt auf. Wie von Zauberhand folgt das nun vorher gefl\u00fcchtete, wilde Tier, freiwillig Monty Roberts im Roundpen. Ab diesem Zeitpunkt akzeptiert es S\u00e4ttel, Pferdeh\u00e4nger, Planen usw. Monty Roberts ger\u00e4t immer wieder in die Kritik, da die Freiwilligkeit des Folgens fragw\u00fcrdig ist und bleibt.&nbsp;Hat das Pferd eine Wahl, wenn es im Roundpen Runde um Runde getrieben wird, bis es erste Anzeichen von Unterwerfung zeigt? Ist es dann Vertrauen und Respekt? Oder ist es Unterordnung, gar Unterdr\u00fcckung? Im Prinzip hat das Pferd keine andere Wahl, als letztendlich zur Mitte zu kommen und den Anordnungen Folge zu leisten. Jeder Versuch auszubrechen, oder sich eben nicht zu unterwerfen w\u00fcrde weiteres Antreiben zur Folge haben. HORSEMANSHIP NACH&nbsp;| KFH&nbsp;HEMPFLING Stichworte: Bewusstsein &#8211; Ausgeglichenheit &#8211;&nbsp;Spiritualit\u00e4t Klaus Ferdinand Hempfling verbindet seine F\u00e4higkeit des Horsemanship weitestgehend mit Spiritualit\u00e4t, innerer Ruhe und Frieden. Er fordert die &#8222;verspielte Wildheit&#8220; eines jeden Pferdes heraus. Hempfling m\u00f6chte Ausdruck, Eleganz und Sch\u00f6nheit der Pferde zum Vorschein bringen, &#8222;tanzt&#8220; mit ihnen, ist frei und ungezwungen. Er stellt Mensch und Pferd nicht auf die gleiche Ebene, eher unabh\u00e4ngig voneinander. Der Mensch \u00fcbernimmt nicht die Rolle eines Raubtieres, aber auch nicht die Rolle eines Pferdes. Der Mensch bleibt in seinem Ganzen erhalten und ist das Werkzeug, um den Ausdruck und die Pr\u00e4senz des Pferdes zu f\u00f6rdern. Es gibt beeindruckende Videos, die dieses Schauspiel verk\u00f6rpern: Hier beeindruckt vor allem die offensichtlich totale &#8222;Freiarbeit&#8220; mit dem Pferd. W\u00e4hrend Monty Roberts Bauz\u00e4une setzt, folgen diese Pferde Hempfling wohl freiwillig. In seinem Buch &#8222;Nicht du suchst das Pferd, das Pferd sucht dich&#8220; beschreibt er seinen &#8222;eigenen Join Up&#8220;. Das Pferd soll immer die Wahl haben, beim Menschen sein zu wollen und das nicht nur, weil ihm alles andere verg\u00e4llt wurde. &nbsp; Hempfling bietet Kurse an, bei denen man mit Hilfe des Spiegels Pferd die&nbsp;eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen erkennen soll. Hempfling ger\u00e4t immer mehr in das Licht einer Sekte. Gruselige Berichte von Kursteilnehmern beschreiben einen Verschw\u00f6rungstheoretiker, welcher eine neue Ordnung haben will und sich stark auf das alte Testament beruft. Er glaubt auserw\u00e4hlt zu sein, um das Volk um sich zu scharren. Sein System&nbsp;ist totalit\u00e4r, wer sich ihm anschlie\u00dft, ist ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Viele Ehemalige sind finanziell gesch\u00e4digt und fassungslos, was ihnen wiederfahren ist. HORSEMANSHIP NACH&nbsp;| PAT PARELLI Spa\u00df &#8211;&nbsp;Erziehung &#8211; Druck Die Trainingsmethode nach Pat Parelli ist laut seiner Webseite wortw\u00f6rtlich ein &#8222;Menschen-Trainings-Programm&#8220; mit der Fokussierung, die Kommunikation und das Verhalten der Pferde zu verstehen und sich anzueignen. Das Pat Parelli Programm umfasst vier&nbsp;Entwicklungsbereiche, in denen die eigenen menschlichen F\u00e4higkeiten gepr\u00fcft werden. Die Grundsteine sind die st\u00e4ndige Selbstverbesserung und die Erkenntnis, dass Horsemanship und die Reitkunst ein lebenslanges Lernen und Verfolgen fordert. Sein Trainingsprinzip basiert darauf, dass sich Menschen das Verhalten der&nbsp;Pferde aneignen und stetig verbessern&nbsp;sollen. Seine Kurse f\u00f6rdern mit Hilfe der non-verbalen Kommunikation der Pferde, die F\u00e4higkeit, Probleme besser zu verstehen und zu l\u00f6sen. Ziel ist es dabei, dass sich Menschen dem Verhalten der Pferde anpassen. &nbsp;Parelli nutzt positive Verst\u00e4rkung durch Pausen nach der gew\u00fcnschten Reaktion des Pferdes. Die Erh\u00f6hung des Drucks ist dabei in Phasen geteilt. Grundlage daf\u00fcr sind die sogenannten &#8222;7 Spiele&#8220;, die wohl eine Stute mit Ihrem Fohlen t\u00e4glich durchf\u00fchrt. &nbsp; Kritiken gibt es auch zu diesem Horsemanship-Trainer. Seine Frau Linda Parelli gelangte wegen eines absurden Youtube-Videos, in dem Sie ein Pferd ganz offensichtlich Schmerzen zuf\u00fchrte, stark in die Kritik. Auch das Gleichstellen des Menschen mit dem Pferd und die &#8222;Verspielung&#8220; der Kommunikationsmittel der Pferde sind fragw\u00fcrdig. Was soll also geglaubt werden? Ein erster wichtiger und richtiger Schritt ist, sich mit dem Thema und den jeweiligen Trainern konsequent auseinander zu setzen. Jedes Pferd ist anders, mit seiner eigenen Geschichte, mit eigenem Charakter und Erfahrungen. Jeder Reiter und Pferdebesitzer ist anders. Jeder, auch Pferde, kommunizieren anders, manche mit mehr Druck, mache mit weniger. Es kann nicht richtig sein, einem einzigen System zu folgen und jemanden zu glauben, der die eigene Person, geschweige denn, das eigene Pferd nicht kennt. Der Mittelweg ist in diesem Sinne alles zu hinterfragen und sich das heraus zu nehmen, was zur Person und dem zugeh\u00f6rigen Pferd passt, schlie\u00dflich kennt es doch niemand besser als der Besitzer, oder? Der richtige Umgang, die richtige Ausbildung des Pferdes, ist bestimmt durch eine Vielzahl an Faktoren. Diese sind bei jedem Reiter und Pferdebesitzer derart unterschiedlich, dass sie sich nicht in eine festgelegte Trainingsroute packen lassen: Haltung, F\u00fctterung, Ausr\u00fcstung und Ausbildung des Reiters sind nur einige Einfl\u00fcsse, die sich auf das&nbsp;Verhalten und den Umgang&nbsp;mit dem Pferd auswirken. 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